Swiss Alpine Herbs
Swiss Alpine Herbs

Beim Kräuterbauern


Unsere aromatischen Kräuterkulturen sind bis in eine Höhe von 1400 m zu finden. Dies dank der aktiven Mithilfe der Bergbauern sowie dem zusammen erarbeiteten, spezifischen Know-How im Kräuteranbau. Dies führt dazu, dass die Kräuterbauern ihre Kräutergärten sukzessive vergrössern können. Durch das Kultivieren von Kräutern in den Alpenregionen ermöglichen wir den Bergbauern ein zusätzliches Einkommen und leisten einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung und Pflege der Alpenlandwirtschaft.


Einige Porträts von unseren Kräuterbauern


Familie Wäfler, Aeschi

Am Fusse des Berges Niesen liegt der Bio-Bauernhof der Familie Wäfler. Seit gut 14 Jahren hegt und pflegt Agnes Wäfler die duftenden Kräuter, als gelernte Gärtnerin liegt ihr diese Arbeit sehr. „Praktisch ist, dass das Feld direkt neben dem Haus ist. So bin ich flexibel und kann zwischen der Hausarbeit auch mal kurz zu den Kräutern schauen. Zudem wissen die Kinder so immer wo ich bin.“

Unterstützt wird die Bäuerin aus Leidenschaft von der ganzen Familie, sei es beim Unkraut zupfen oder beim Ernten. Manchmal hilft auch die eine oder andere Nachbarin, so ergeben sich zudem gute Gespräche. Und die fleissigen Helferinnen stellen staunend fest: Bei dieser Arbeit lässt sich fast so viel Kraft tanken wie in den Ferien. Die wunderschöne Aussicht auf die sanfte Hügellandschaft mit Blick auf den blauen Thunersee, und nicht zuletzt auch dank dem entspannenden Duft, welchen die Kräuter mit den ätherischen Ölen verströmen…


Familie Kunz, Schwendibach

Schnittlauch, Liebstöckel, Oregano und Goldmelisse, dies ist nur eine Auswahl der Pflanzen, welche am Steilhang bei Familie Kunz von der intensiven Sonneneinstrahlung profitieren. Im Sommer scheint die Sonne bis sie untergeht auf die Kräuter hinunter. Und nicht selten verzückt sie auch die Bewohner mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang, ein Schauspiel dass vor der Kulisse des Stockhorns seines Gleichen sucht…

Seit vielen Jahren schon kultiviert die Familie Kräuter und Hanni Kunz liebt die Arbeit mit Pflanzen. Aus diesem Grund hat sie auch das Handwerk als Gärtnerin erlernt und von diesem grossen Erfahrungsschatz profitieren nun die feinen Kräuter auf dem Hof. Und manchmal, an einem lauen Sommerabend, hallen die Klänge eines Alphorns durchs Tal, wenn Walter Kunz nach getaner Arbeit die Hacke zur Seite legt und sich der Musik widmet. Ob dies das Geheimnis der so wohlschmeckenden Kräuter ist?


Familie Allemann, Boltigen

Wenn interessierte BesucherInnen an Hanni Allemann konkrete Fragen richten, dann leuchten ihre Augen auf und sie kommt ins Schwärmen:

„Der Hof liegt auf gut 900 m.ü.M. und wir bauen seit 1999 auf mittlerweile 800 m2 Gewürzkräuter an. Vor allem Oregano und Thymian wachsen hier. Sicher, es gibt viel zu tun, doch die Arbeit ist schön, der Duft der warmen Erde und der Kräuter ist inspirierend. Und dabei befriedigt mich besonders, dass ich an den Kräutern verdiene und nicht an den Subventionen. Der Kräuteranbau ist für mich eine echte Alternative in dieser, für uns Bergbauern, besonders schwierigen Zeit.“


Maria Erb, Schwenden

Maria Erb ist verwitwet und lebt zusammen mit ihrem Sohn Christian im «bhäbigen» Bauernhaus in Schwenden, im hinteren Diemtigtal auf 1250 Meter über Meer. Christian arbeitet als Sanitär-Spengler im Tal. Auf dem Hof werden heute noch die Alpwiesen bewirtschaftet und das Heu eingebracht. Dazu betreibt Maria Erb auf drei Parzellen sechs Aren Kräuteranbau. Seit 1993 baut Maria Erb Gewürzkräuter an. Estragon und Oregano sind wiederkehrend im Anbauplan. Neu werden zusätzlich Bohnenkraut und Dill kultiviert.

Mit der Aussaat der Kräutersorten beginnt sie, je nach Witterung, ab Mitte Mai. Jäten steht danach vor allem auf dem Programm. Wenn die Kräuter ihr volles Aroma entwickelt haben geht es ans Ernten und gleich anschliessend transportiert Maria Erb die frischen Kräuter nach Därstetten. Hier kann sie uns ihre wohlduftende Ernte für die Verarbeitung zu hochklassigen Küchenkräutern übergeben.